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Einführung

Das Grundproblem bei chronischen Erkrankungen und Infektionen

Bei chronischen Erkrankungen können Sie nicht mehr jede Versicherungen abschließen. Betroffen sind vor allem solche, bei denen Sie zum Versicherungsantrag ebenso Angaben zu Ihrer Gesundheit machen müssen. Chronische Erkrankungen sind hier meistens ein Ausschlusskriterium. Der Versicherer sieht bei Ihnen ein erhöhtes Risiko, dass Sie aufgrund Ihrer Erkrankung Leistungen in Anspruch nehmen werden und lehnt Sie daher ab.


Ihre Möglichkeiten

Mittlerweile hat die Versicherungsbranche reagiert und bietet zum Beispiel abgespeckte Tarife an, für die Sie nur eine vereinfachte Gesundheitsprüfung bestehen müssen. Über Umwege ist es aber auch möglich, trotz chronischer Erkrankungen in den Genuss guter Tarife zu kommen.
Auf dieser Website finden Sie einen Überblick über die typischen Versicherungen und ob sie diese bei einer chronischen Erkrankungen regulär, mit Einschränkungen oder leider gar nicht abschließen können. In den jeweiligen Bereichen (Arbeitsunfähigkeit, Vorsorge, Krankheit und Pflege, Reise, Tod) finden Sie dann nähere Informationen zu den jeweiligen Versicherungstypen und wie ein Versicherungsabschluss trotz Erkrankung gelingen kann.
Hier sei noch gesagt: Nichts ist in der Versicherungsbranche festgeschrieben. Auch hier wird stets nach neuen Kunden gesucht. Immer wieder kommt es daher zu Sonderaktionen und Änderungen. Plötzlich stehen dann chronischen Kranken Versicherungen zur Verfügung, die vorher unmöglich abzuschließen waren. Als Faustregel können Sie sich aber merken: Eine Versicherung ist problemlos bei chronischen Erkrankungen abschließbar, wenn die Leistungserbringung nicht von Ihrer Gesundheit abhängt.


Ein Ratschlag

Hier noch ein gut gemeinter Tipp: Es gibt kein Leben ohne Risiko. Es nützt nichts, wenn Sie sich gegen alle Eventualitäten absichern wollen, auch wenn Ihnen die Versicherungsbranche hier etwas anderes erzählt. Bedenken Sie immer: Eine Versicherung zahlt erst, wenn der Leistungsfall eintritt. Tritt dieser nicht ein, haben Sie umsonst gezahlt. Tritt dieser nur zum Teil ein, bekommen Sie auch nur eine geringere Leistung. Tritt dieser erst sehr spät ein, zum Beispiel bei einer Berufsunfähigkeit, bekommen Sie womöglich bis zum vereinbarten Rentenbeginn weniger Geld heraus, als Sie eingezahlt haben.
Ihre monatlichen Kosten müssen daher im Verhältnis stehen (1) zur potentiellen Leistung der Versicherung, (2) zum persönlichen Risiko, dass Sie die Versicherung auch beanspruchen werden und (3) Ihren sonstigen Kosten für Alltag und Altersvorsorge.
Insbesondere Punkt (3) darf bei chronischen Erkrankungen nicht vergessen werden. Sie sollen am Ende jeden Monats nicht hunderte Euros in Versicherungen zahlen. Bedenken Sie hier, dass durch Ihre Erkrankung Ihre Arbeitskraft in Zukunft wohl abnehmen wird und Sie weniger verdienen werden bei gleichzeitig höheren Ausgaben für Ihre Gesundheit (Medikamente, Arztbesuche usw.). Die Prämien der Versicherungen steigen jedoch in den meisten Fällen auch. Können Sie die Kosten irgendwann nicht mehr bedienen, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als die Versicherung beitragsfrei zu stellen. Tritt nun der Leistungsfall ein (z. B. Berufsunfähigkeit), dann zahlt Ihre Versicherung weniger, da Sie auch weniger eingezahlt haben, als ursprünglich vereinbart. Daher mein Ratschlag: Stecken Sie Ihr Geld nicht in alle möglichen Versicherungen, nur weil Sie aufgrund Ihrer Erkrankung Angst und Sorge um Ihre Zukunft haben. Wägen Sie stattdessen ab, was Sie wirklich brauchen und was sinnvoll ist. Geld, dass Sie sich dadurch sparen, lassen Sie lieber in eine flexible Altersvorsorge fließen. Das Geld bleibt Ihnen erhalten, steht jederzeit zur Verfügung und Sie brauchen es irgendwann sowieso, egal was kommt.